Redundanzen

Artikel erstellt am: 29. November 2017 | Artikel geändert am: 12. Februar 2026

haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie auch dann weiterarbeiten können, wenn in der Nachbarschaft der Strom ausfällt oder ein technisches Bauteil den Geist aufgibt? Das Zauberwort heißt „Redundanz“.

In der IT bedeutet das schlichtweg: Wir haben von allem Wichtigen mindestens zwei Exemplare. Hier erklären wir Ihnen, wie wir sicherstellen, dass unsere Systeme rund um die Uhr für Sie da sind.

Das Zwillings-Prinzip (Redundanz)

Stellen Sie sich vor, Sie fahren ein Auto, das zwei Motoren, zwei Lenkräder und zwei Tanks hat. Fällt ein System aus, übernimmt sofort das andere, ohne dass Sie anhalten müssen. Genau so bauen wir unser Netzwerk:

  • Doppelte Wege: Alle Datenkabel in der Luxemburger Straße und in Kalk sind so verlegt, dass es immer einen Ausweichweg gibt.
  • Doppelte Geräte: Wichtige Bauteile wie unsere Firewalls (die Türsteher) oder Netzwerkverteiler sind mehrfach vorhanden. Fällt ein Gerät aus, springt sein „Zwilling“ sofort ein.
  • Doppelte Datensicherheit: Damit im Katastrophenfall (z.B. Feuer) keine Daten verloren gehen, speichern wir alles an zwei physisch getrennten Orten (Luxemburger Straße und Kalk). Die Systeme spiegeln sich gegenseitig.

Wenn der Strom weg ist: Unsere Lebensversicherung

Computer ohne Strom sind nur teure Briefbeschwerer. Deshalb haben wir vorgesorgt, falls das öffentliche Stromnetz einmal schwächelt:

  • Die Riesen-Batterie (USV): Fällt der Strom aus, springt in Millisekunden unsere „Unterbrechungsfreie Stromversorgung“ an. Diese riesigen Akkus halten den Betrieb für gut 15 Minuten komplett aufrecht.
  • Das Kraftwerk im Keller: Dauert der Stromausfall länger, wirft sich unser Diesel-Notstromaggregat an. Es versorgt unsere Server priorisiert mit Energie, solange Diesel im Tank ist.
    Zusätzlich sind alle Server an zwei getrennte Stromkreise angeschlossen – sicher ist sicher.

Die wandernden Server (Virtualisierung)

Unsere Haupt-Server sind echte Teamplayer. Darauf laufen hunderte „virtuelle“ Maschinen (das sind die eigentlichen Programme und Arbeitsplätze).
Der Clou: Wenn wir einen der Haupt-Server warten müssen oder er plötzlich ausfällt, ziehen die virtuellen Maschinen einfach im laufenden Betrieb auf einen anderen Server um. Sie merken davon an Ihrem Arbeitsplatz nichts – das System läuft einfach weiter.

Reparatur bei offener Motorhaube

Früher musste man Server ausschalten, um Teile zu tauschen. Heute machen wir das wie bei einem Boxenstopp in der Formel 1:

  • Hot Plug: Wir können Netzteile, Netzwerkkarten oder Lüfter austauschen, während der Server läuft und arbeitet. Kein Herunterfahren, keine Zwangspause für Sie.

Fazit: Wir betreiben diesen hohen Aufwand im Hintergrund, damit Sie im Vordergrund einfach nur eines tun können: Störungsfrei arbeiten.