wussten Sie, dass ein moderner Hochleistungs-Server oft Däumchen dreht? Die Technik ist mittlerweile so leistungsstark, dass ein einzelnes Programm oft nur 5 % der verfügbaren Kraft benötigt. Der Rest der teuren Hardware würde ungenutzt brachliegen und unnötig Strom verbrauchen.

Die Lösung für dieses „Luxusproblem“ heißt Virtualisierung.

Das Prinzip „Mehrfamilienhaus“

Stellen Sie sich einen unserer großen Dell-Server wie ein riesiges Grundstück vor.

Das Ergebnis: Auf nur 11 physischen Servern (Hardware) laufen bei uns aktuell über 110 virtuelle Server gleichzeitig! Jeder denkt, er wäre ein eigenständiger Computer, aber in Wahrheit teilen sie sich die Hardware brüderlich.

Was bringt das für Sie und den ADAC?

Wir nutzen diese Technik (basierend auf Citrix und Docker) nicht nur für Server, sondern auch für Anwendungen.

  1. Flexibilität & Schnelligkeit: Braucht eine Abteilung kurzfristig einen neuen Server für ein Projekt? Früher mussten wir Hardware bestellen, wochenlang warten und schrauben. Heute erstellen wir per Mausklick einen neuen virtuellen Server. Das dauert Minuten, nicht Wochen.
  2. Spezielle Einsatzgebiete: Unsere Messekassen oder die interne „Pinnwand“ laufen in solchen virtuellen Umgebungen (Container). Egal wo die Kasse steht, sie greift sicher auf unser Rechenzentrum zu.
  3. Kosten & Umwelt (Green IT): Das ist der vielleicht wichtigste Punkt. Da wir weniger physische Geräte brauchen, sparen wir massiv Kosten bei der Anschaffung. Noch besser: Wir verbrauchen nur halb so viel Strom für Betrieb und Kühlung im Vergleich zu früher. Das schont das Budget und die Umwelt.

Ausfallsicherheit: Der Umzug im laufenden Betrieb

Was passiert, wenn einer der „echten“ Server kaputtgeht?
Keine Sorge. Die virtuellen Maschinen sind nicht festgeschweißt. Wenn ein Hardware-Server gewartet werden muss oder ausfällt, ziehen die virtuellen Server einfach automatisch auf einen anderen Hardware-Server um. Oft geschieht das so schnell, dass Sie bei der Arbeit gar nichts davon merken.

Wenn alle Stricke reißen: Kaffee ist sicher!

Natürlich braucht auch diese moderne Technik Strom. Sollte das öffentliche Netz ausfallen, puffern Batterien (USV) die ersten 15 Minuten. Danach springt unser Diesel-Notstromaggregat an.

Ein kleines Schmunzeln aus der Praxis: Bei unserem letzten Härtetest hat der Diesel-Generator nicht nur die Server am Laufen gehalten, sondern auch die Kaffeemaschinen versorgt. Die IT und der Koffein-Nachschub sind also krisensicher!